Optionsprämien der neue Zins?


Was institutionelle Anleger wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen seit langem im Portfoliomanagement einsetzen, ist bei vielen Anlegern weitgehend unbekannt. Dabei erfüllen Stillhaltergeschäfte in hohem Maße zwei wichtige Ziele: den Wunsch nach Rendite bei gleichzeitiger Sicherheit des Kapitals.


Der legendäre Börsen-Altmeister André Kostolany brachte es auf den Punkt: „Was die Optionskäufer regelmäßig verlieren, gewinnen die Stillhalter, die nicht zufällig mit den großen Banken und Versicherungen identisch sind.“ Im Gegensatz zu Options-Käufen, bei denen der Anleger in mehr als 70% aller Fälle seinen Einsatz verliert, sind Stillhalter-Geschäfte (also der gedeckte Verkauf von Optionen) eine Möglichkeit, kontinuierliche Erträge zu erzielen.


PUT Index (türkis), S&P 500 Index (schwarz), BXM Index (blau)


Studien der Optionsbörse Chicago (CBOE) kommen zu dem Ergebnis, dass sich mit der Optionsstrategie „Stillhalter in Geld“ (im Chart PUT Index )  und „Stillhalter in Aktien“ (im Chart BXM Index) überdurchschnittliche Renditen bei deutlich reduzierter Volatilität erzielen lassen. Basierend auf den Resultaten verschiedener Forschungsarbeiten wurden eigene Indices aufgelegt, die seit 1986 von Bloomberg mit dem Kürzel Put Index und BXM Index geführt werden. Die Indices unterstellen den rollierenden Verkauf von monatlichen Optionen (am Geld bzw. leicht aus dem Geld) auf den S&P 500 Index.

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